Kleiner G4 freut sich auf grosses Mac OSX Leopard

Nicht jeder Mac kommt in den Genuss des aktuellen Mac OSX Leopard. Wer die Mindestanforderungen nicht erfüllt, bleibt auf dem alten Betriebssystem sitzen.

Apple schiebt alten Rechnern einen Riegel vor und verhindert mit der Mindestanforderung von 867 MHz+ die Installation auf den marginal langsameren Macs G4 mit 800 MHz und tiefer. Damit nicht genug: selbst Rechner mit einem CPU-Upgrade werden von der Installationsroutine nicht erkannt und können nicht auf dem aktuellen Mac OSX Leopard betrieben werden.

LeopardAssist

Da ich mit meinem alten G4 733 MHz nicht auf die Neuerungen von Leopard verzichten wollte, suchte ich nach einer Lösung. Nach kurzer Suche wurde ich mit LeopardAssist fündig.

Die Software gaukelt der Leopard-Installationsroutine einen Mac mit 867Mhz vor und übersteht so die Hürde der Mindestanforderung.

Installation

Die Installation gestaltet sich denkbar einfach. Nachdem LeopardAssist gestartet wurde, wird man Schritt für Schritt durch die Vorbereitungen geleitet. Hier ist es zu empfehlen, das DVD-Laufwerk als Startlaufwerk zu definieren. Nachdem man im letzten Schritt die Leopard-DVD eingelegt hat kann der Neustart bestätigt werden.

Eigentlich sollte von nun an alles automatisch geschehen. Nach dem Neustart gelange ich jedoch in die Open Firmware und sehe die Fehlermeldung can't OPEN cd:,\\tbxi auf dem Bildschirm.
Nach kurzer Recherche und einem Blick auf die LeopardAssist-Console war der Übeltäter schnell gefunden, es fehlt ein Doppelpunkt: boot cd:,\\:tbxi.

Nachdem der Befehl in der Open Firmware eingegeben wurde, startet das System von der DVD und lässt Mac OSX Leopard ohne Murren installieren.
Nach der Installation sollte der PRAM zurückgesetzt werden.

Erster Eindruck

Die Arbeitsgeschwindigkeit finde ich durchaus angenehm. Für einen Fileserver reicht es allemal. Nach einem kurzen Rundblick scheint soweit alles zu funktionieren. Da stellt sich die Frage: machen Mindestanforderungen seitens Hersteller sinn oder soll diese Entscheidung dem Benutzer auf eigenes Risiko überlassen werden und die Mindestanforderungen nur als Empfehlung gelten?

Geschrieben von

Als typografischer Gestalter in der eigenen Grafikagentur erzähle ich aus meinem Agenturleben. Neue Apps welche mir den Alltag erleichtern können schaue ich mir immer wieder gerne an. Zur Entspannung geniesse ich die Zeit mit meinem Big Green Egg® und erzähle dazu gerne Grillgeschichten hier oder in der Community Green Grillers.

4 Kommentare

  1. falls nach dem Neustart “can’t OPEN cd:,\\:tbxi” erscheinen sollte, wurde dein CD/DVD Laufwerk nicht auf diesem Pfad erkannt. Durch den Befehl “multi-boot” kannst du dein Startup- Volume manuell wählen.

  2. das problem kann ich nicht mehr reproduzieren, da ich keinen anderen, alten mac habe. mit eingabe von «boot cd:,\\:tbxi» (mit doppelpunkt) in der konsole gings dann auch weiter.

  3. Ich habe mit Leopard Assist Mac OS X 10.5 auf meinem PowerMac G4 (Gigabit Ethernet) mit 400 MHz und 1 GB RAM installiert. Ohne geeignete Grafikkarte (d.h. ohne OpenGL und CoreImage unterstützung) ist Leopard deutlich langsamer als Tiger. Die Time-Machine, DVD-Player, Frontrow und Coverflow im Finder funktionieren nicht.
    Ich habe mir bei eBay eine XFX 5200 Grafikkarte ersteigert und das Bios der Grafikkarte mit einer Mac-Version neu geflasht. Mit der neuen Grafikkarte läuft Leopard nun etwa gleich schnell wie Tiger und alle Anwendungen laufen. Ein PowerMac G4 ist keine Rakete, aber er ist auch nicht unertragbar langsam. Als Surf- oder MP3- Maschine ist der gut einsetzbar. Office Anwendungen laufen etwas träge, sind aber noch brauchbar. Die Video-Wiedergabe ruckelt trotz neuer
    Grafikkarte gelegendlich (schneller Bildwechsel).

  4. danke für den bericht. stimmt, ohne core-image keine timemachine und co. leider wird bei leopard nun endstation sein, da snow leopard nur noch intel-macs unterstützt.

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